Olga Boznańska (1865-1940) beim Malen an der Staffelei im Atelier ihres Hauses in der ul. Wolska 21 in Krakau, um 1920. Papierfoto, 12,2 x 16,9 cm, Nationalmuseum Warschau/Muzeum Narodowe w Warszawie, Inv. Nr. DI 97315/1
Die Porträt‑, Kinder‑ und Interieurmalerin ist eine der herausragenden Persönlichkeiten unter den mehreren Hundert polnischen Künstlerinnen und Künstlern der „Münchner Schule“ des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Nach einer künstlerischen Ausbildung in Krakau geht sie 1886 nach München um weiterzustudieren und eröffnet dort drei Jahre später ihr eigenes Atelier. Den Sommer über ist sie in Krakau. 1898 geht sie nach Paris. Sie wird Mitglied polnischer und französischer Künstlerorganisationen, erhält in Frankreich und Polen höchste Auszeichnungen und stirbt 1940 in der französischen Hauptstadt. In Deutschland ist sie heute nahezu vergessen, in Polen hingegen gilt sie als eine der bedeutendsten Malerinnen des Landes. Die Nationalmuseen in Krakau und Warschau ehrten sie 2014/15 mit umfangreichen Ausstellungen und Publikationen.
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Abb. 1: Studie eines Mädchens mit Federhut
Abb. 2: Wein trinkender Mönch
Abb. 3: Bildnis einer jungen Dame mit rotem Sonnenschirm
Abb. 4: Zigeunerin
Abb. 1: Studie eines Mädchens mit Federhut
Abb. 2: Wein trinkender Mönch
Abb. 3: Bildnis einer jungen Dame mit rotem Sonnenschirm
Abb. 4: Zigeunerin
Abb. 5: Blumenmädchen
Abb. 6: Japanerin
Abb. 7: Nach dem Spaziergang (Dame in weißem Kleid)
Abb. 8: Bildnis Zofia Federowicz
Abb. 5: Blumenmädchen
Abb. 6: Japanerin
Abb. 7: Nach dem Spaziergang (Dame in weißem Kleid)
Abb. 8: Bildnis Zofia Federowicz
Abb. 9: Bretonin II
Abb. 10: In der Orangerie
Abb. 11: Am Karfreitag
Abb. 12: Mädchen mit Gemüsekorb im Garten
Abb. 9: Bretonin II
Abb. 10: In der Orangerie
Abb. 11: Am Karfreitag
Abb. 12: Mädchen mit Gemüsekorb im Garten
Abb. 13: Bildnis eines Jungen in Schuluniform
Abb. 14: Porträt einer Dame
Abb. 15: Damenporträt mit einem japanischen Sonnenschirm
Kasper Żelechowski (1863-1942): Olga Boznańska mit japanischem Sonnenschirm
Abb. 13: Bildnis eines Jungen in Schuluniform
Abb. 14: Porträt einer Dame
Abb. 15: Damenporträt mit einem japanischen Sonnenschirm
Kasper Żelechowski (1863-1942): Olga Boznańska mit japanischem Sonnenschirm
Abb. 17: Im Atelier
Abb. 18: Bildnis Paul Nauen
Abb. 19: Selbstporträt
Abb. 20: Selbstporträt
Abb. 17: Im Atelier
Abb. 18: Bildnis Paul Nauen
Abb. 19: Selbstporträt
Abb. 20: Selbstporträt
Abb. 21: Selbstporträt
Abb. 22: Studie zu einer Frau mit Mädchen
Abb. 23: Mädchen mit Chrysanthemen
Abb. 24: Porträt einer Frau mit weißer Bluse
Abb. 21: Selbstporträt
Abb. 22: Studie zu einer Frau mit Mädchen
Abb. 23: Mädchen mit Chrysanthemen
Abb. 24: Porträt einer Frau mit weißer Bluse
Abb. 25: Mädchen im Garten
Abb. 26: Zwei Kinder auf der Treppe
Abb. 27: Im Atelier in München
Abb. 28: Bildnis der Malerin Anna Saryusz Zaleska
Abb. 25: Mädchen im Garten
Abb. 26: Zwei Kinder auf der Treppe
Abb. 27: Im Atelier in München
Abb. 28: Bildnis der Malerin Anna Saryusz Zaleska
Abb. 29: Bildnis des Malers Antoni Kamieński
Abb. 30: Porträt einer Dame mit blauer Bluse
Abb. 31: Großmutters Namenstag
Abb. 32: Bildnis zweier Mädchen, Helena und Władysława Chmielarczyk
Abb. 29: Bildnis des Malers Antoni Kamieński
Abb. 30: Porträt einer Dame mit blauer Bluse
Abb. 31: Großmutters Namenstag
Abb. 32: Bildnis zweier Mädchen, Helena und Władysława Chmielarczyk
Abb. 33: Bildnis des Architekten Franciszek Mączyński
Abb. 34: Bildnis der Malerin Maria Koźniewska-Kalinowska
Abb. 35: Bildnis des Pianisten August Radwan
Abb. 36: Bildnis Zofia Kirkor-Kiedroń
Abb. 33: Bildnis des Architekten Franciszek Mączyński
Abb. 34: Bildnis der Malerin Maria Koźniewska-Kalinowska
Abb. 35: Bildnis des Pianisten August Radwan
Abb. 36: Bildnis Zofia Kirkor-Kiedroń
Abb. 37: Bildnis Ludwig Puget
Abb. 38: Bildnis Fräulein Jadwiga Papara aus Lemberg
Abb. 39: Porträt einer Dame mit rotem Hut
Abb. 40: Porträt eines jungen Mannes in Schwarz
Abb. 37: Bildnis Ludwig Puget
Abb. 38: Bildnis Fräulein Jadwiga Papara aus Lemberg
Abb. 39: Porträt einer Dame mit rotem Hut
Abb. 40: Porträt eines jungen Mannes in Schwarz
Abb. 41: Porträt einer Dame mit braunem Kleid
Abb. 42: Bolesław Biegas: Porträtbüste von Olga Boznańska
Abb. 43: Im Atelier der Künstlerin in Krakau
Abb. 44: Selbstporträt
Abb. 41: Porträt einer Dame mit braunem Kleid
Abb. 42: Bolesław Biegas: Porträtbüste von Olga Boznańska
Abb. 43: Im Atelier der Künstlerin in Krakau
Abb. 44: Selbstporträt
Abb. 45: Place des Ternes in Paris
Abb. 46: Im Atelier
Abb. 47: Blick aus dem Krakauer Atelier
Abb. 48: Selbstporträt
Abb. 45: Place des Ternes in Paris
Abb. 46: Im Atelier
Abb. 47: Blick aus dem Krakauer Atelier
Abb. 48: Selbstporträt
Abb. 49: Olga Boznańska auf dem Sofa mit Zigarette
Abb. 50: Stillleben
Abb. 51: Mohnblumen
Abb. 52: Rote Blumen
Abb. 49: Olga Boznańska auf dem Sofa mit Zigarette
Olga Boznańska (1865-1940) beim Malen an der Staffelei im Atelier ihres Hauses in der ul. Wolska 21 in Krakau, um 1920. Papierfoto, 12,2 x 16,9 cm, Nationalmuseum Warschau/Muzeum Narodowe w Warszawie, Inv. Nr. DI 97315/1
Geschickt platziert die Malerin ihre Werke auf den wichtigsten europäischen Ausstellungen. Im Jahr 1900 ist sie mit Kinderbildern auf der Großen Berliner Kunstausstellung,[51] mit dem Doppelporträt zweier „Italienerinnen“ auf der Internationalen Kunstausstellung der Münchner Secession vertreten.[52] Auf der Pariser Weltausstellung erhält sie für ihre Werke in der Österreichischen Abteilung eine „ehrenvolle Erwähnung“. Sie nimmt an einer Ausstellung polnischer Künstler in der Galerie Georges Petit in Paris teil und erhält für ihre in der Woman’s Exhibition im Londoner Earl’s Court ausgestellten Arbeiten eine Goldmedaille. 1902 nimmt sie zusammen mit der polnischen Künstlervereinigung Sztuka in Wien an der 15. Ausstellung der Wiener Secession teil und zeigt Werke in der Galerie Schulte in Berlin. Im selben Jahr kommt der junge polnische Bildhauer Bolesław Biegas (1877–1954) nach Paris, mit dem Boznańska und ihre Schwester sich anfreunden und der eine Bronzebüste der Malerin anfertigt (Abb. 42). 1903 ist sie mit zwei Porträts auf der Ausstellung der Berliner Secession vertreten,[53] 1904 mit einem „Mädchen“-Bild auf der Internationalen Kunstausstellung im Düsseldorfer Kunstpalast.[54] Im selben Jahr wird sie Mitglied der Société nationale des beaux-arts, an deren Ausstellungen sie wie schon seit 1896 von nun an jährlich teilnimmt. 1906 reist sie zur Beerdigung ihres Vaters nach Krakau. Neben einem Blick aus ihrem dortigen Atelier (Abb. 43) entsteht auch ein Selbstporträt (Abb. 44).
Zurück in Paris malt sie den Blick aus ihrem neu bezogenen Malstudio am Boulevard du Montparnasse (Abb. 45). 1907 nimmt sie an Ausstellungen über die Kunst von Frauen in der Warschauer Zachęta und im Stedelijk Museum in Amsterdam teil. Für das Gemälde einer „Dame im schwarzen Kleid“ (1906, Privatbesitz) erhält sie in der Jahresausstellung des Carnegie Institute in Pittsburgh, an der sie 1905 erstmals teilgenommen hat, eine Medaille. 1908 und erneut 1912 lässt sie in ihrem Krakauer Elternhaus das Dachgeschoss zu einem lichtdurchfluteten Atelier umbauen (Abb. 46, 47). 1909 zeigt sie auf einer Frauen-Ausstellung in der Galerie le petit musée Beaudouin in der Rue du Faubourg Saint-Honoré 29 Werke. Ausstellungen in Budapest, Berlin, Wien und auf der Biennale von Venedig (1910), in Rom (1911), im Lyceum Club in Paris und in Amsterdam (1912) folgen. Von Oktober 1912 bis März 1913 lebt sie in Krakau, verbringt ihre Sommerferien auf dem Landsitz der Familie Pusłowski in Czarkowy und überwintert erneut in Krakau. Am Vorabend des Ersten Weltkriegs ist sie auf dem Höhepunkt ihrer Karriere angelangt (Abb. 48, 49). In einem Brief an Emanuel Pusłowski vom August 1913 berichtet sie, dass sie in Frankreich für den Orden derEhrenlegion vorgeschlagen worden sei, ihn jedoch nicht erhalten habe. Sie wird Präsidentin der Künstlervereinigung Sztuka und erhält im Jahr darauf das Angebot einer Professur an der Warschauer Schule der schönen Künste/Szkoła Sztuk Pięknych, das sie jedoch ablehnt.
Olga Boznańska (1865-1940) beim Malen an der Staffelei im Atelier ihres Hauses in der ul. Wolska 21 in Krakau, um 1920. Papierfoto, 12,2 x 16,9 cm, Nationalmuseum Warschau/Muzeum Narodowe w Warszawie, Inv. Nr. DI 97315/1
Aleksander Gierymski (1850-1901) studierte 1868-72 Malerei an der Kunstakademie in München. Er ist einer der bedeutendsten polnischen Maler seiner Zeit.