Drapiewski, Władysław und Leon

Christus mit den Engeln, vor 1914
Christus mit den Engeln, vor 1914

Info

Władysław Drapiewski (1876-1961), polnischer Kirchenmaler.

Ab 1899 ausgebildet an der Schule für religiöse Malerei in Kevelaer und an der Berliner Kunstakademie.

Drapiewski, Władysław, polnischer Kirchenmaler und Konservator. Ab 1899 ausgebildet an der Schule für religiöse Malerei in Kevelaer und an der Berliner Kunstakademie. *12.11.1876 Gacki bei Świecie, †30.12.1961 Pelplin. Bruder der Maler Leon Drapiewski, *1.8.1885, †6.7.1970 Poznań, Mitglied der „Münchner Schule“, und Kazimierz D. (*1889). Władysław D. studiert ab 1899 an der Schule für religiöse Malerei von Friedrich Franz Maria Stummel (1850-1919) in Kevelaer, eines von den Nazarenern beeinflussten Kirchenmalers der Düsseldorfer Schule. Anschließend besucht er die Berliner Kunstakademie und die Académie Julian in Paris. 1904 reist er nach Italien und studiert dort die Malerei der Renaissance. 1908-35 ist er Mitglied des Verbands für religiöse Kunst in München. Leon D. tritt am 4.11.1908 in die Zeichenklasse der Königlichen Akademie der Bildenden Künste in München ein, studiert bei Peter Halm (1854-1923) und unterstützt Władysław später bei dessen Arbeit. Seit 1918 in Pelplin ansässig, wird Władysław D. 1928 von Papst Pius XI. für seine Verdienste auf dem Gebiet der Kirchenmalerei mit dem Lateranskreuz, 1958 von Papst Pius XII. mit dem Kavalierskreuz des Georgsordens ausgezeichnet. – Władysław D. gehört zu den bedeutendsten Schöpfern der modernen kirchlichen Wandmalerei in Polen und arbeitet vor allem in den Diözesen Płock und Chełm. 1904-14 und nach 1920 entstehen die bedeutenden Wandmalereien in der Kathedrale von Płock im Stil der Neo-Renaissance in Mineralfarben; dort außerdem Entwürfe für Buntglasfenster. 1913 schafft er Wandmalereien in der Kirche von Czerwińsk nad Wisłą im Stil der Neo-Renaissance, der Neo-Gotik und im Sezessionsstil, bis 1935 Wandgemälde in der Kirche von Łuck und in der Kollegiatskirche von Pułtusk. In Ölmalerei gibt es von ihm Altargemälde und Porträts von kirchlichen Würdenträgern. Werke befinden sich im Diözesanmuseum/Muzeum Diecezjalne in Płock.

 

Einzelausstellung: 1965 Płock, Diözesanmuseum/Muzeum Diecezjalne

Gruppenausstellung: 1912 Krefeld, Ausstellung für religiöse Kunst (Goldmedaille)

Literatur: Halina Stępień/Maria Liczbińska: Artyści polscy w środowisku monachijskim w latach 1828-1914. Materiały źródłowe, Warschau 1994, S. 24, 35 (Leon); Saur Allgemeines Künstlerlexikon, Band 29, München/Leipzig 2001, S. 329 (Władysław)

Online: Matrikeldatenbank, Matrikelbuch 3, Akademie der Bildenden Künste München, 03615 Leo Drapiewski, http://matrikel.adbk.de/matrikel/mb_1884-1920/jahr_1908/matrikel-03615

Biographie auf heltechnik.pl, http://www.heltechnic.pl/info_W%C5%82adys%C5%82aw_Drapiewski

 

Axel Feuß

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Christus mit den Engeln, vor 1914
Christus mit den Engeln, vor 1914
Christus mit den Engeln, vor 1914, Kathedrale von Płock, Kapelle des Allerheiligsten Sakraments/Kaplica Najświętszego Sakramentu