Ajdukiewicz, Tadeusz

Ajdukiewicz, Tadeusz
Der Schäferjunge, München 1875, Öl auf Leinwand, 132,5 x 102,5 cm.

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Tadeusz Ajdukiewicz (1852-1916), polnischer Maler, Mitglied der „Münchner Schule“. 1873-75 Student der Akademie der Bildenden Künste München

Ajdukiewicz, Tadeusz (Thaddäus von Ajdukiewicz), polnischer Maler, Mitglied der „Münchner Schule“. 1873-75 Student der Akademie der Bildenden Künste München. *1852 Wieliczka, †9.1. (10.1., 19.1.?) 1916 Krakau. Vetter des Malers Zygmunt A. 1868-73 Studium an der Schule für Zeichnung und Malerei/Szkoła Rysunku i Malarstwa in Krakau bei Władysław Łuszczkiewicz (1828-1900), anschließend an der Kunstakademie Wien. Am 30.10.1873 Eintritt in die Antikenklasse der Königlichen Akademie der Bildenden Künste in München; Studium bei Otto Seitz (1846-1912) und Sandór (Alexander von) Wagner (1838-1919), außerdem im Atelier von Józeph Brandt (1841-1915). 1875 Rückkehr nach Polen; tätig auch als Landwirt und Pferdezüchter. In Krakau entstehen Historienbilder aus der polnischen Geschichte („Szene aus dem Januaraufstand“, 1875, Privatsammlung), in der Ukraine porträtiert er in aristokratischen polnischen Familien. 1877 Reise nach Paris, Ägypten, Kleinasien. Anschließend malt er in Krakau Porträts von Schauspielerinnen sowie orientalische und polnische Genreszenen. Um 1883 lässt er sich in Wien nieder, wo er im Auftrag des Kaiserhauses und des Kriegsministeriums Jagd- und Militärbilder, Uniform- und Reiterbildnisse malt. Seit 1891 Mitglied des Wiener Künstlerhauses. 1893 Porträtauftrag des Prinzen von Wales (später König Edward VII.) in London, anschließend Porträtaufträge in Sofia. 1894 auf Einladung Sultan Abdul Hamids II. in Konstantinopel, Gemäldeaufträge. 1896 in Sofia, anschließend in Bukarest. 1899 für den Zarenhof in St. Petersburg tätig. Um 1904 als Hofmaler in Bukarest. Während des Ersten Weltkriegs Kriegsdienst in polnischen Legionen; Tod im Militärhospital in Krakau. – Werke befinden sich in den Nationalmuseen in Warschau, Krakau und Posen/Poznań, im Museum von Rzeszów, im Kunstmuseum Łódź/Muzeum Sztuki w Łodzi, im Heeresgeschichtlichen Museum Wien sowie im Rudolfinum in Prag.

 

Gruppenausstellungen: 1874-1901 Krakau, Warschau, Lemberg/Lwów: Gesellschaft der Freunde der Schönen Künste / 1888 Wien, Internationale Jubiläums-Kunstausstellung / 1916 Krakau, Palast der Kunst/Pałac Sztuki / 1921 Warschau, Haus der Kunst / 1927 Lemberg/Lwów, Haus der Kunst.

Literatur: Österreichisches Biographisches Lexikon 1815-1950, Bd. 1 (Lieferung 1, 1954), S. 11; Saur Allgemeines Künstlerlexikon, Band 1, München/Leipzig 1992, S. 686; Halina Stępień/Maria Liczbińska: Artyści polscy w środowisku monachijskim w latach 1828-1914. Materiały źródłowe, Warschau 1994, S. 11 (= Zdzisław), 27; Halina Ste̜pień: Artyści polscy w środowisku monachijskim  w latach 1856-1914 (Studia z historii sztuki / Instytut Sztuki, Polska Akademia Nauk, 50), Warschau 2003; Egzotyczna Europa. Kraj urodzenia na płótnach polskich monachijczyków/Das exotische Europa. Heimatvisionen auf den Gemälden der polnischen Künstler in München, Ausst.-Kat. Suwałki 2015

Online: Matrikeldatenbank, Matrikelbuch 3, Akademie der Bildenden Künste München, 02904 Tadeus Aidukiewiez (sic!), http://matrikel.adbk.de/matrikel/mb_1841-1884/jahr_1873/matrikel-02904

Zahlreiche Werke auf Pinakoteka Zascianek, https://www.pinakoteka.zascianek.pl/Ajdukiewicz/Index.htm

 

Axel Feuß 

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Der Schäferjunge
Der Schäferjunge
Der Schäferjunge, München 1875, Öl auf Leinwand, 132,5 x 102,5 cm.